Scharflinger Tunnel der Strecke 912 01


Scharflinger Tunnel: 97,00 Meter

Umgebung am Nordportal des Scharflinger Tunnels (Foto: N.N.)
Umgebung am Nordportal (Foto: N.N., April 2015)
 
Umgebung am zugeschütteten Südportal des Scharflinger Tunnels (Foto: Dipl.-Ing. (FH) Markus Müller)
Umgebung am zugeschütteten Südportal (Foto: Dipl.-Ing. (FH) Markus Müller, April 2008)
 
Umgebung am zugeschütteten Südportal des Scharflinger Tunnels (Foto: Dipl.-Ing. (FH) Markus Müller)   Der Scharflinger-Tunnel war bis vor wenigen Jahren als »Feste Anlage« des Österreichischen Bundesheeres (ÖBH) in Verwendung. Vor dem Tunnel war ein Panzerturm eines Centurion-Kampfpanzers installiert, der Tunnel selbst diente als Mannschaftsunterunft und Munitionsbunker. Auf dem Foto vom Südportal sieht man eine Riffelblech-Abdeckung, unter der eine Stiege versteckt ist (Foto links), die Türe, die zum ehemaligen Tunnel führt, ist versperrt.

Die »Festen Anlage« waren Teil einer Befestigungsanlage die Österreich im Zuge des sog. Raumverteidigungskonzeptes von General Spannocchi gegen einen Einfall von Truppen aus der UDSSR schützen sollte, bzw. deren Einmarsch verzögern sollte.

Die »Festen Anlagen« waren an Schlüsselstellen im Bundesgebiet verteilt (divere Alpenquerungen, Brennerpaß, Loiblpaß), es waren meist Türme von ausrangierten Panzern bzw. Kanonen, die von Lafetten abmontiert wurden, verbaut.

Der Hüttensteiner Tunnel steht nach wie vor in Verwendung des ÖBH und wird videoüberwacht, entlang der Bundesstraße über die Scharflinger Passhöhe findet man noch einige Hinweise auf diese Anlagen, z.B. Türen in den Felswänden, Abdeckungen von Schützenlöchern, vermutlich befinden sich in der Straße auch einige Sprengkammern, die im Ernstfall mit Munition gefüllt werden konnten. Früher wurde neben der Straße auch eine große Menge an Panzerigeln gelagert.

(Text und Foto: Dipl.-Ing. (FH) Markus Müller, April 2008)

Valid CSS!Valid XHTML 1.0 Transitional

Trennlinie